Der neue Mobilfunkstandard 5G (Fifth Generation) ist in aller Munde. Mit ihm soll es wieder einmal mehr geben. Mehr Geschwindigkeit, mehr Kapazität, mehr Einsatzmöglichkeiten des Internets. Ein großes Mehr an Möglichkeiten und damit auch ein Mehr an Verunsicherung. Wir Herzmenschen machen uns Gedanken über unser Menschsein im technologischen Fortschritt. Was macht er mit uns, was brauchen und wollen wir davon? Wie können wir bewusst damit umgehen? Und auch: Wie können wir uns schützen?

Das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz: IoT) beschreibt die Vernetzung von Maschinen, Fahrzeugen, Sensoren und Smartphones. Geräte, die Sensoren, Elektronik, Software und Netzverbindungen haben, sind verbunden und kommunizieren miteinander. Das tun sie bereits jetzt, doch es ist 5G, was IoT erst richtig schnell macht und bis zu 100 Mrd. Mobilfunkverbindungen gleichzeitig ermöglicht. Smart Cities, Smart Farming, selbstfahrende Autos oder intelligente Kühlschränke, die Nachschub beim Supermarkt ordern – die Szenarien für Industrie und Alltag sind vielfältig und heute wahrscheinlich noch nicht wirklich bis ins Letzte vorstellbar. Nun, was machbar ist, wird in der Regel auch gemacht. Ich frage mich, was brauche ich davon und wo möchte ich mein Leben automatisiert wissen? Ich sehe das Risiko der Entfremdung in einem Alltag, in dem die meisten Prozesse optimiert und automatisiert sind. Manche Experten sagen, IoT wird nicht aktiv wahrgenommen, so wie wir auch nicht über elektrisches Licht nachdenken. Ich möchte wach bleiben und entscheiden, in welchen Bereichen ich an der neuen Technologie partizipiere.

Industrie und Politik werden von 5G profitieren, doch werden sie auch der Verantwortung gerecht? Es geht um die Einführung einer Technologie, deren gesundheitliche Auswirkungen nicht erforscht sind. Beispielsweise, ob die elektromagnetischen Wellen krebserregend sind, ist eine Frage, die trotz zahlreicher Studien immer noch kontrovers diskutiert wird. Die Mehrheit der Studien sagt, Mobilfunk stellt für erwachsene Menschen keine Gefahr dar. Die Strahlung in den meisten Untersuchungen bezog sich jedoch lediglich auf Frequenzen aus alten Mobilfunknetzen. Über die Auswirkungen von 5G-Netzen wissen wir bis heute fast nichts.

Fest steht, für steigende Datenübertragungsmengen werden mehr Sendeanlagen benötigt. Hierbei werden verstärkt sogenannte Kleinzellen eingesetzt. Diese haben eine geringere Sendeleistung, können aber näher an Orten betrieben werden, an denen sich Menschen aufhalten. Das Bundesamt für Strahlenschutz informiert hierzu eher müde: „Wie sich dies genau darauf auswirken wird, in welchem Maße die Bevölkerung der Strahlung ausgesetzt sein wird, kann noch nicht abgeschätzt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Streubreite möglicher Expositionen zunehmen wird.“ (http://www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/basiswissen/5g/5g_node.html)

Der Feldversuch startet also mit der Einführung des neuen Mobilfunkstandards. Wir denken, die Strahlenbelastung wird, je dichter das Netz wird, mit 5G zunehmen. Der Elektrosmog wächst, je mehr Geräte aktiv sind.  (Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag Elektrosmog – aktuell wie nie zuvor.)

Voranschreiten ist immer eine Frage von Vertrauen, Mut und Risiko. Was sich bei der „Vernetzung der Dinge“ für den Menschen wirklich besser anfühlen wird und was uns dabei guttun wird, wissen wir noch nicht. Wir werden achtsam mit dem neuen Angebot umgehen und uns dafür einsetzen, dass wir informiert und geschützt sind.

Recherchiert, zusammengetragen und übersetzt von Birgit Ottengraf und Eugen-Thomas Jungermayr. Herzlichen Dank Euch beiden!

 

Quellen:

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1354

https://www.quarks.de/technik/handystrahlung-wie-gefaehrlich-ist-das-neue-mobilfunknetz-5g/

http://www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/basiswissen/5g/5g_node.html

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